Friedrich: "Ohne Scheuklappen" über den Islam diskutieren
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Der Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich(dpa) -Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat sich für eine offene und kritische Diskussion über den Islam in Deutschland ausgesprochen. Zum Prozess der Integration gehöre auch, dass man sich aneinander reibe, sagte Friedrich am Montag bei einer Veranstaltung zum Thema Migration und Integration in Berlin. «Schlimmer als das Offenlegen von Unterschieden und Konflikten ist die schleichende Sprachlosigkeit. Denn diese Sprachlosigkeit führt zur Entfremdung und zur Ausgrenzung», sagte der Minister. Ziel sei, die religiöse Bindung von Menschen nicht in Abschottung münden zu lassen, sondern für die gesamte Gesellschaft fruchtbar zu machen. Dazu gehöre auch, «ohne Scheuklappen» sensible Themen zu diskutieren. Friedrich kündigte an, bei der Islamkonferenz oder der geplanten «Präventionspartnerschaft» auch die Themen häusliche Gewalt, Geschlechtergerechtigkeit, islamistischer Extremismus, Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit ansprechen zu wollen.
Friedrich hatte im März bei der ersten von ihm geleiteten Islamkonferenz einen «Präventionsgipfel» angekündigt. Er ist für diesen Freitag (24.6.) geplant. Der Gipfel soll der Auftakt für eine «Sicherheitspartnerschaft» sein, bei der muslimische Vereine und Moschee-Gemeinden enger mit Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten sollen, um Radikalisierungen unter Muslimen schneller zu erkennen. Kritiker hatten dem Minister vorgeworfen, damit Denunziantentum unter Muslimen fördern zu wollen.





