Jemens Präsident unterzeichnet Abkommen zur Machtübergabe
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Jemens Präsident unterzeichnet Abkommen zur MachtübergabeSanaa/Riad (Reuters) - Im Jemen bahnt sich nach Tunesien, Ägypten und Libyen der nächste Umsturz im Zuge des Arabischen Frühlings an.
Zehn Monate nach Beginn der gewaltsamen Proteste in dem verarmten Land unterzeichnete Präsident Ali Abdullah Saleh am Mittwoch im vierten Anlauf ein Abkommen zur Machtübergabe. Es sieht vor, dass Saleh nach 33 Jahren an der Spitze des Jemen all seine Befugnisse auf seinen Stellvertreter Abd-Rabbu Mansur Hadi überträgt. Dieser soll dann zusammen mit der Opposition eine neue Regierung bilden. Binnen drei Monaten soll ein neuer Präsident gewählt werden. Bis ein Nachfolger feststeht, behält Saleh seinen Titel. Im Jemen strömten tausende Menschen spontan ins Freie und feierten tanzend und jubelnd die Entmachtung Salehs.
Ob mit dem Abkommen Ruhe einkehren wird, ist fraglich. Die monatelangen Proteste mit zahlreichen Toten und der heftige Widerstand Salehs gegen seinen Rücktritt haben den kleinen Nachbarn des weltgrößten Erölproduzenten Saudi-Arabien an den Rand eines Bürgerkriegs gebracht.
Das Abkommen war bereits vor einigen Tagen auf Basis einer Initiative von sechs Golfstaaten unter Vermittlung des UN-Gesandten Jamal Benomar und mit Hilfe amerikanischer und europäischer Diplomaten zustande gekommen. Saleh hatte jedoch mit der Unterschrift auf sich warten lassen. Am Mittwoch dann unterzeichnete er das Abkommen in Riad im Beisein von Saudi-Arabiens König Abdullah und Kronprinz Najef. Anschließend unterschrieben Vertreter der jemenitischen Opposition die Vereinbarung. Saleh forderte Saudi Arabien und die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats auf, die Einhaltung des Abkommens zu überwachen.





