| Was ist der Glaube (Aqida) |
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| Islamische Studien - Der Glaube (Aqida) |
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So gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten! Wenn ihr jedoch euch abkehrt, so obliegt Unserem Gesandten nur die klare Verkündung. (Qur´an 64:12) Die sprachliche Bedeutung des Wortes Aqida: Das arabische Wort ist von *aqd abgeleitet, was soviel wie „etwas miteinander verbinden“ bedeutet. Verwandt damit ist auch das Wort i*tiqad, womit gemeint ist, dass man eine mit seinem Herzen und Innerstem verbindet. Das Wort Aqida bedeutet: Was der Mensch als dîn (Lebensweise, Religion) annimmt. Man sagt, jemand hat eine gute Aqida, und meint damit, dass er frei von Zweifeln ist. Die Aqida ist also eine Handlung, die sich im Herzen abspielt; es handelt sich demnach um die Überzeugung des Herzens und die Bestätigung durch letzteres.Die islamische Definition der Aqida: Der Glaube an Allah, Seine Engel, Seine Bücher, Seine Gesandten, den Jüngsten Tag und die Bestimmung im Guten, sowie im Schlechten. Diese Punkte werden auch Säulen des Iman (Überzeugung, Glauben) genannt. Die Schari*a (die islamischen Regeln) unterscheidet zwei Sparten: Glaubensinhalte und Handlungen. Die Glaubensinhalte sind die Dinge, die nicht mit der Art und Weise der zu verrichtenden Taten zusammenhängen, wie etwa die Überzeugung, dass Allah Herr und Schöpfer ist und es Pflicht ist, Ihn zu verehren. Und natürlich auch der Glaube an die anderen erwähnten Säulen des Iman. Diese werden als grundlegend oder fundamental bezeichnet.Die Handlungen sind die Angelegenheiten, die mit der Art und Weise der Taten in Zusammenhang stehen, wie das Gebet, die Zekat, das Fasten und die anderen Handlungen. Diese werden als sekundär bezeichnet, weil sie auf der Aqida aufbauen und nur durch sie richtig oder falsch sein können. Die richtige Aqida ist also das Fundament, auf dem die Religion aufbaut und durch welche die Taten ihre Richtigkeit bekommen, wie Allah im Qur’an sagt: „Und wer die Begegnung seines Herrn erwünscht, der soll rechtschaffen handeln und an der Verehrung seines Herrn niemanden teil haben lassen.“ (Sure Alkahf: 110) Allah sagt: „Dir und denjenigen vor dir wurde schon offenbart, dass wenn du (Allah jemandem in der Verehrung) beigesellst, deine Taten nichtig sein werden und dass du zu den Verlierern gehören wirst.“ (Zumar: 65) Allah sagt: „Verehre Allah aufrichtig in der Lebensweise; gebührt nicht Allah die aufrichtige Lebensweise.“ (Zumar 2,3) Diese edlen Verse, sowie auch viele andere mit deren Bedeutung, belegen, dass die Taten nur angenommen werden, wenn sie absolut rein von Polytheismus sind. Deshalb haben sich die Propheten, möge Allah sie in Ehren halten und bewahren, vornehmlich mit der Korrektur der Aqida beschäftigt. Das erste, wozu sie ihr Volk aufriefen, war, dass sie Allah allein verehren und davon ablassen sollen, andere neben Ihm zu verehren. Dies sagt Allah in folgendem Vers: „Und wir entsandten zu jedem Volk einen Gesandten, auf dass ihr Allah verehren und von den übrigen verehrten Dingen Abstand halten sollt.“ (Sure Nahl 36) Jeder Prophet sagte, wenn er zum ersten Mal sein Volk öffentlich ansprach: „Verehrt Allah, ihr habt nichts Anbetungswürdiges außer Ihm.“ (A*raf 59, 65, 73, 85) Dies sagten Nûh, Hûd, Sâlih, Schu*aib und die übrigen Propheten ihren Völkern. Der Prophet, möge Allah ihn in Ehren halten und bewahren, blieb nach seiner Berufung noch dreizehn Jahre in Mekka, während denen er die Menschen zum Eingottglauben aufrief und zur Korrektur der Aqida einlud, weil dies das Fundament ist, auf dem die Religion aufbaut. Auch die Menschen, die zum Islam einluden und verbessern wollten, traten zu jeder Zeit in die Fußstapfen der Propheten und Gesandten. Sie riefen zur Einladung zum Tauhid (Monotheismus) und der Korrektur der Aqida auf. Erst danach wandten sie sich den übrigen Befehlen der Religion zu. Aqida bezieht sich auf jene Angelegenheit, an die man in Herz und Gemüt glaubt, und zwar mit Gewissheit und Überzeugung. Sie sind nicht mit irgendeinem Zwiefel oder Ungewissheit behaftet. Metwally Galal |





















